Technisch vergleichsweise einfach zu realisieren, aber in seiner Wirkung immer wieder stark ist das Bild im Bild. Je realistischer es sich in seine Umgebung einfügt, desto weniger fällt es auf, desto intensiver ist aber auch seine Wirkung. Als Einsatzort für das zweite Bild bieten sich rechteckige Flächen und jede Art von Rahmen an.

Digitale Fotokunst

Nutzen Sie die technischen Müglichkeiten der Fotografie ruhig auch einmal für Bilder, die sich nicht sofort auf den ersten Blick erschließen, sondern den Betrachtern Rätselvergnügen bereiten. Auf ungewühnliche Weise und stark abstrahiert aufgenommene Motive lassen die inhaltliche Ebene des Bildes in den Hintergrund treten und betonen stattdessen die bildgestalterische und technische Ebene. Das heißt, die Frage, wie und in welcher Form Sie einen Gegenstand oder eine Szenerie einfangen, wird für den Fotografen wichtiger als die Frage, worum es sich bei dem Motiv überhaupt handelt. Diese Frage wird an den Betrachter weitergegeben, der ganz unbewusst versuchen wird, das Bild zu entschlüsseln – unabhängig davon, wie abstrakt es ist.

Ohne Ziel kein Motiv

Nutzen Sie die technischen Möglichkeiten der Fotografie ruhig auch einmal für Bilder, die sich nicht sofort auf den ersten Blick erschließen, sondern den Betrachtern Rätselvergnügen bereiten. Auf ungewühnliche Weise und stark abstrahiert aufgenommene Motive lassen die inhaltliche Ebene des Bildes in den Hintergrund treten und betonen stattdessen die bildgestalterische und technische Ebene. Das heißt, die Frage, wie und in welcher Form Sie einen Gegenstand oder eine Szenerie einfangen, wird für den Fotografen wichtiger als die Frage, worum es sich bei dem Motiv überhaupt handelt. Diese Frage wird an den Betrachter weitergegeben, der ganz unbewusst versuchen wird, das Bild zu entschlüsseln – unabhängig davon, wie abstrakt es ist.

Diese gedankliche Auseinandersetzung mit sich selbst ist nicht nur wichtig, weil sie Ihren Bildern mehr inhaltliche Tiefe verleiht. Sie hilft Ihnen auch, sich ganz gezielt mit den Dingen zu beschäftigen, die Sie in Ihren Bildern ausdrücken wollen.

Außerdem stecken in jedem Digiart-Bild enorm viel Energie und Zeit. Und damit Sie dabei auch durchhalten und sich die Mühen auch lohnen, sollte das Ergebnis für Sie als Fotografen und Digitalkünstler auch emotional befriedigend sein.

Ohne Ziel kein Motiv

Ohne Idee kein Bild

Selbst wenn Sie Ihre Motivwelt gefunden haben, stehen Sie immer noch wie der Autor vor einem leeren Blatt Papier. Denn anders als in der normalen Fotografie können Sie sich nicht einfach durch eine Stadt oder Landschaft treiben lassen und mit wachen Augen nach interessanten Motiven Ausschau halten. Es gilt also, eine Idee für das jeweilige Bild zu finden. Oft stellt sich dieser Schritt als der schwerste heraus.

Natürlich können Sie sich von fremden Fotografen und ihren Bildern inspirieren lassen, achten Sie dann jedoch darauf, dass Sie deren Ideen nicht vollständig übernehmen. Variieren Sie lieber, und kombinieren Sie viele verschiedene Anregungen, die Sie so stark abwandeln, dass Ihr eigener Stil sichtbar wird und das Bild tatsächlich zu Ihrem wird. Oder Sie fangen gleich bei sich selbst an und durchforsten Ihr eigenes Fotoarchiv auf der Suche nach gutem Ausgangsmaterial.

Es gibt aber auch einige Herangehensweisen, die man immer wieder – in vielen Variationen – in der Digiart-Szene findet. Natürlich können die im Folgenden aufgezählten Ansätze nicht vollständig sein, aber sie können Sie vielleicht auf eine Idee bringen, was Sie mit Ihren Bildern anstellen können.

Mit optischen Stolpersteinen irritieren Sie den Betrachter besonders intensiv. Auf den ersten Blick scheint solch ein Bild ganz normal, aber dennoch bleibt der Betrachter länger im Bild. Erst auf den zweiten Blick entdeckt er, dass etwas mit dem Bild nicht stimmt, weil zum Beispiel die Größenverhältnisse, die Perspektive oder die Lichtverhältnisse nicht zueinanderpassen. Solche Effekte können aber auch schnell als Fehler angesehen werden.

Denselben irritierenden Effekt können Sie auch dadurch erreichen, dass Sie inhaltlich absurde Bildelemente miteinander kombinieren, also Sachen, die einfach nicht zusammenpassen. Zum Beispiel könnten Sie einen Pinguin in einer Wüstenlandschaft verstecken.

Sie können natürlich auch zueinander passende Bildelemente kombinieren, eines davon jedoch so verstecken, dass es erst auf den zweiten Blick sichtbar wird und so dem Bild eine neue Wendung und zweite Bedeutungsebene gibt. Stellen Sie sich eine grüne Dschungellandschaft vor, in der Sie erst beim zweiten Blick die Augen und Umrisse eines schwarzen Panthers im Schatten entdecken.

Kombinieren Sie einzelne Motive so miteinander, dass sie gemeinsam eine neue Assoziation wecken und ein anderes Thema beschreiben als jeweils allein. Wenn Sie zum Beispiel die säuberlich in Reihen angeordneten Schreibtische eines Großraumbüros mit langen Rudern versehen, entsteht dadurch die Assoziation einer Galeere.

Sie können aber auch pure Emotionswelten erschaffen, einfach, indem Sie bestimmte Bildelemente und Bearbeitungstechniken miteinander kombinieren, die alle zu einer ganz bestimmten Gefühlslage passen. Getreidefelder, eine blonde Frau mit langen Haaren, ein weißes Pferd im Galopp, eine tiefstehende Sonne und jede Menge Gelb und Weichzeichnung in der Bearbeitung lassen ein stark sommerliches Gefühl entstehen.

Noch einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie tatsächlich eigene fantastische Welten erschaffen. Szenerien wie im Film brauchen zwar jede Menge Details, wirken dafür aber besonders stark und intensiv – auch weil dabei oft auf bereits bekannte Filmgenres zurückgegriffen werden kann. – Natürlich können auch Menschen mit einbezogen und mittels digitaler Nachbearbeitung zu etwas ganz anderem transformiert werden. Mit etwas Fantasie und dem richtigen Ausgangsmaterial können Sie eine Meerjungfrau oder einen Zentaur erschaffen.

Kopieren Sie ein und denselben Menschen mehrfach in eine bestimmte Umgebung. Dabei variieren Sie die jeweiligen Aktivitäten, die Körperhaltung sowie zum Teil auch Kleidung und Frisur.

Aus einem normalen Porträt wird mittels Nachbearbeitung eine fotografische Karikatur geschaffen. Dabei werden die hervorstechenden Merkmale besonders übertrieben.

Mit den Mitteln der Fotografie werden berühmte Gemälde nachgestellt. Dabei können Bilder aus allen Epochen der Malerei verwendet werden, von den alten Meistern bis hin zu den Ex- und Impressionisten oder der zeitgenössischen Malerei. Hierbei kommt es besonders auf eine möglichst exakte Umsetzung des Stils mit eigenen, aktuellen Motiven an, um einen hohen Wiedererkennungswert zu erreichen.

Sofern die Figur eines Motivs klar erkennbar ist, kann es spannend sein, dieses mit einer neuen Oberfläche zu versehen. So können Sie zum Beispiel eine Giraffe oder ein Auto mit Rasen überziehen.

Sehr viel Fleißarbeit braucht es, um aus vielen einzelnen Motiven in Mosaiktechnik ein vollkommen anderes zusammenzusetzen. Wenn Sie genügend grüne und braune Autos fotografieren, diese freistellen und neu zusammensetzen, kann daraus zum Beispiel ein Baum entstehen.

Nicht zuletzt sind immer auch abstrakte Bilder für den Betrachter interessant. Gezielt bearbeitet, können Sie auch wohlbekannte Motive bis hin zur völligen Abstraktion verfremden.

Gleichen Sie diese Bearbeitungsansätze einmal mit Ihren Motiven und Interessen ab. Vielleicht ergibt sich dann ganz schnell eine ganz konkrete Idee für das nächste Bild.

Schrittweises Vorgehen

Schrittweises Vorgehen

Wenn Sie mit der digitalen Kunst anfangen, werden Sie erst einmal mit den vorhandenen Bildern herumspielen, von einem Bild ausgehen, ausprobieren, was Sie damit alles anstellen können. Das ist auch gut und wichtig, um das Bearbeiten an sich zu üben und in den einzelnen Techniken besser zu werden. Je besser Sie jedoch in der digitalen Bildbearbeitung werden, desto strikter, gezielter und planvoller sollte Ihr Vorgehen jedoch werden, damit Sie nicht durch überflüssiges Herumprobieren unnötig Zeit verlieren.

Gehen Sie Ihr Bild deswegen anders als in der Fotografie an. Starten Sie mit der Idee, und skizzieren Sie das gewünschte Endergebnis. Malen Sie das ruhig mit der Hand oder dem Grafiktablett, sofern Sie zeichnen können. Andernfalls suchen Sie sich erst einmal die wichtigsten Bestandteile des gewünschten Bildes in Bildern zusammen. Greifen Sie dabei auf Ihr eigenes Archiv zurück oder auch auf Bilder aus dem Netz. Denn diese erste Skizze dient nur der Veranschaulichung und der Planung.

Abstraktion durch Unschärfe

Eine weitere, sehr naheliegende Methode, ein Motiv zu abstrahieren, ist der gezielte Einsatz von Unschärfe im Bild. Der Betrachter ist es gewohnt, das Hauptmotiv scharf und klar erkennbar abgebildet zu sehen und dem gegenüber fühlt sich der Fotograf meist verpflichtet. Gerade deshalb ist es eine spannende Aufgabe, einmal bewusst und gezielt das Mittel der Unschärfe einzusetzen, um den Betrachter zu irritieren, herauszufordern und ihm ein Bilderrätsel zu präsentieren.

Legen Sie jetzt eine Liste mit all den Bildelementen an, dieSie für das Bild benötigen. Bedenken Sie dabei die Größenverhältnisse,und legen Sie eine Lichtrichtung fest. Imnächsten Schritt recherchieren Sie in Ihrem eigenen Fotoarchiv,welche Bilder Sie bereits vorrätig haben. Für die Digiart-Fotografie bietet es sich auf jeden Fall an, viele Detailsschon einmal auf Vorrat zu fotografieren. Von Strukturen,Büschen, Bäumen, Wetter, Wolken, Details, Straßen,Städten, Brücken, Flüssen und so weiter sollten Sie jedeMenge sehr verschiedener Bilder mit vielen Variationengut verschlagwortet in Ihrer Bilddatenbank haben.Die restlichen Bilder fotografieren Sie dann Stück für Stückganz gezielt. Dabei müssen vor allem die größeren unddeutlich sichtbaren Motive möglichst exakt in das Gesamtbildpassen und schon für sich vollkommen stimmig sein.Achten Sie dabei auf Details wie Lichtrichtung, Schattenwurf,Hintergrund, Perspektive und vollständige Abbildung. Fotografieren Sie dabei möglichst mit der gleichenBrennweite, um unterschiedliche Verzerrungen auszuschließen.

Abstraktion durch Unschärfe

Wenn Sie ein bestimmtes Bildelement benötigen, das Sie nicht oder nur sehr schwer fotografieren können, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie suchen in Bildagenturen nach passenden Bildern und kaufen die Rechte daran. Achten Sie dabei jedoch unbedingt darauf, dass die erworbenen Rechte auch die Bildbearbeitung und die gewünschte Form der Veröffentlichung umfassen. Alternativ können Sie einzelne Details auch mit speziellen Programmen selbst erschaffen, also digital errechnen lassen. Solche speziellen Rendering-Programme gibt es sowohl für 2D- als auch für 3D-Bilder. Es gibt auch Digitalkünstler, die sogar das gesamte Bild rendern. Auch diese Technik kann Digiart sein, auch wenn sie gar nicht mehr mit den Mitteln der Fotografie erzeugt wurde, sondern lediglich fotorealistisch wirkt.

Sobald Sie die meisten Bilder zusammenhaben, erstellen Sie noch einmal ein grobes Composing, um zu überprüfen, ob die Bilder miteinander harmonieren, zueinander passen oder ob Sie einzelne noch einmal neu fotografieren müssen.

Composing

Bearbeiten Sie jedes einzelne Detail auf einer eigenen Ebene in der Bilddatei, damit Sie während der gesamten Bearbeitung flexibel bleiben. Manchmal ist es notwendig, später doch noch einzelne Ebenen auszutauschen oder individuell zu bearbeiten, um sie an das Gesamtbild anzupassen. Sie können diese ruhig miteinander gruppieren, um sie gemeinsam zu bearbeiten, sollten sie aber nicht miteinander verschmelzen, da dieser Schritt nach dem Speichern nicht mehr umkehrbar ist. Für die digitale Kunst ist eine Bildbearbeitungssoftware, welche die Ebenentechnik beherrscht, nahezu unabdingbar. überprüfen Sie bei jedem Bearbeitungsschritt immer auch kritisch das Gesamtbild, nutzen Sie die Rückgängig-Funktion, um den Unterschied deutlich zu sehen, und geben Sie sich nicht mit dem erstbesten Ergebnis zufrieden.

Die digitale Kunst braucht jede Menge Zeit, sehr viel Geduld und unheimlich viel übung, damit die einzelnen Details am Ende zusammenpassen. Diese Sorgfalt ist wichtig, denn am stärksten wirkt ein Bild, wenn es für den Betrachter technisch auf den ersten Blick richtig und stimmig erscheint und erst auf den zweiten Blick inhaltlich nicht zueinanderpasst. Natürlich können Sie die einzelnen Elemente auch nur ganz grob zusammenfügen, sodass jeder auf den ersten Blick die Montage erkennt. Dann wird das Ergebnis jedoch unwillkürlich als fehlerhaft angesehen. Die grobe Bearbeitung wird eher auf die mangelnden Fähigkeiten des Bearbeiters zurückgeführt. Das Bild wird nicht als „das war so gewollt“, sondern als „das war nicht gekonnt“ angesehen. Und solche Bilder können kaum noch eine nennenswerte Wirkung erzielen.