Kein anderes Bildgestaltungsmittel in der Fotografie vermittelt mehr Emotionen als die Farben. Gleichzeitig ist es technisch ungemein schwierig, die Farben auch genauso ins Bild zu bringen, wie wir sie sehen. Grund genug, sich einmal intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.

Farben in der Fotografie

Wenn es um Farben in der Fotografie geht, umschließt das eine ganze Reihe von Themen, nämlich die Farben des Motivs, dessen Farbkombinationen und die Wirkung dieser Farben, die verschiedenen Eigenschaften einer Farbe, den Weißabgleich, die Bearbeitung sowie die Darstellung von Farben in der Kamera, am Rechner oder im Drucker und damit das große Feld des Farbmanagements. Auf all diese Aspekte möchten wir im Folgenden eingehen, damit Sie die Farben in Ihren Bildern nicht mehr nur dem Zufall überlassen, sondern sie bewusst und gezielt einsetzen können.

Licht und Farbe

Wir erkennen Farben dadurch, dass Licht unterschiedlicher Wellenlängen in unsere Augen fällt und auf der Netzhaut von Farbrezeptoren erfasst wird. Alle Gegenstände sind in der Lage, Wellenlängen teilweise aufzunehmen (Absorbtion) und teilweise abzustrahlen (Reflexion). Je nachdem, welche der Wellenlängen absorbiert und welche reflektiert werden, erhält der Gegenstand eine andere Farbe. Sehr kurze Wellenlängen nehmen wir als Violettton wahr, sehr lange als Rotton; dazwischen liegen die Farben Blau, Grün, Gelb und Orange, wobei die übergänge zwischen den einzelnen Farben fließend sind und sich dementsprechend eine ganze Reihe an Farbabstufungen ergeben. Kann ein Gegenstand keinerlei Wellenlängen absorbieren, dann nehmen wir ihn als weiß wahr; absorbiert er alle, erscheint er uns als schwarz.

Die von einem Gegenstand reflektierten Wellenlängen aktivieren nach der Dreifarbentheorie im Auge Farbrezeptoren für Grün-, Rot- beziehungsweise Blautöne, und aus diesen drei Tönen lässt sich jede beliebige Farbe zusammensetzen. Dadurch ist der Mensch in der Lage, über 200 verschiedene Farbtöne unterscheiden zu können. Je nach den vorherrschenden Lichtverhältnissen kann jedoch ein und derselbe Farbton anders wirken: Staubteilchen in der Luft, Lichtmenge, Witterungsbedingungen und so weiter beeinflussen nämlich die Helligkeit einer Farbe sowie ihren Reinheitsgrad, also ihre Sättigung. Demnach erkennt der Mensch nicht nur die einzelnen Farbtöne, sondern auch deren unzählige Abstufungen in Helligkeit und Sättigung differenziert.

Welche Farbe?

Um Farben benennen zu können und über sie sprechen zu können, wurden (und werden bis heute) Ordnungssysteme entwickelt, die die einzelnen Farben katalogisieren und definieren. Die ersten Versuche, die Farben zu ordnen, sind bereits mehrere Jahrhunderte alt und konzentrierten sich entweder auf den subjektiven Farbeindruck oder – wesentlich häufiger – auf das Farbenmischen in der Malerei. Die neueren Modelle hingegen gehen in erster Linie von Darstellungsspezifika verschiedener Medien aus. Die wichtigsten, bis heute relevanten Ordnungssysteme sind folgende:

  1. Der (harmonische) Farbkreis: Dieser basiert auf den drei Grundfarben (auch: Primärfarben) Rot, Blau und Gelb, aus denen sich die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett mischen lassen. Diese Farben wurden im Kreis angeordnet und durch weitere Mischerzeugnisse benachbarter Farben ergänzt. Der Farbkreis unterscheidet insgesamt zwölf Farbtöne (Rot, Rotorange, Orange, Orangegelb, Gelb, Gelbgrün, Grün, Blaugrün, Blau, Blauviolett, Violett und Rotviolett) und lässt sich beliebig oft durch weitere Zwischentöne ergänzen, bis sich ein feiner Farbverlauf ergibt, der dem Farbspektrum des sichtbaren Lichts entspricht.
Welche Farbe?
  1. HSV-Modelle: Diese basieren auf dem harmonischen Farbkreis beziehungsweise dem Farbspektrum und erweitern den dadurch definierten Farbton (Hue) um die Aspekte Sättigung (Saturation) und Helligkeit (Value; alternativ auch Lightness (HSL)), Brightness (HSB) oder Intensity (HSI). Die Farbsättigung betitelt den Reinheitsgrad der Farbe und damit ihre Leuchtkraft. Je satter eine Farbe, desto geringer ist ihr Grauanteil und desto stärker leuchtet sie. Bei weniger satten Farben nimmt der Grauanteil zu, sie verlieren an Buntheit bis hin zu einem unbunten Graustufenstadium. Unter der Farbhelligkeit wird der Lichtanteil einer Farbe verstanden: Viel Licht erzeugt helle Farben, wenig Licht dunkle Farben. Wie viele Abstufungen jeweils definiert werden, ist vom konkreten Modell abhängig.
  2. RGB-Modell (Lichtfarben): Dieses Modell basiert auf der additiven Farbmischung, die der Dreifarbentheorie zugrunde liegt und auf der Netzhaut unserer Augen stattfindet, wenn wir Farben wahrnehmen. Nach demselben Prinzip arbeiten Monitore, Fernseher, Beamer und Kamerasensoren – jede Farbe wird aus einer Mischung der Lichtfarben Rot, Grün und Blau erzeugt. Je größer die jeweiligen Farbanteile, desto heller der Ergebniston; hundert Prozent der drei Farben ergeben dementsprechend Weiß.
  3. CMYK-Modell (Körperfarben): Basierend auf tatsächlich vorhandenen Farbpigmenten arbeitet die subtraktive Farbmischung, die vergleichbar mit dem Malkasten zu einem immer dunkleren Ergebnis führt, je mehr Farbanteile zusammenkommen. Auch dieses Modell basiert im Grunde auf nur drei Ausgangsfarben: Cyan, Magenta und Yellow (= Gelb), wird aber im Druckverfahren in der Regel um eine vierte Mischfarbe (Key = Schwarz) ergänzt, da zwar alle Farben zu hundert Prozent einen sehr dunklen Ton ergeben, aber kein tatsächlich reines Schwarz.
  4. Theoretische Farbmodelle (CIExyz und CIELab): Diese Modelle sind Grundlage für ein funktionierendes Farbmanagement, indem sie versuchen, alle im Prinzip möglichen Farben zu erfassen und fest zu definieren. So können die in der Farbdarstellung verschiedener Medien auftretenden Farbverschiebungen erfasst und ausge glichen werden.
Farben darstellen

Farben darstellen

Sobald es nicht nur darum geht, einen farbigen Gegenstand als solchen zu erkennen und dessen Farbe so zu benennen wie wir es von klein auf lernen, wird die Farbdarstellung sehr kompliziert. Denn wir wissen zwar, dass das Gras grün ist und wir können diese Farbe auch ganz lapidar „Grasgrün“ nennen, aber wie genau diese Farbe aussieht, können wir nicht sagen. Soll nun erst eine Kamera, dann ein Monitor und letztlich ein Drucker dieses Grün identisch darstellen, sind wir sofort beim Thema Farbmanagement. Denn jedes Ein- und Ausgabemedium besitzt gerätespezifische Eigenschaften, die die Farbdarstellung beeinflussen und zusätzlich nehmen der Standort, das Alter der Hardware, das Umgebungslicht, die Software etc. Einfluss auf die Charakteristik einer angezeigten Farbe.

Dementsprechend wichtig sind die genannten Farbordnungssysteme, die zum einen geräteabhängig ein Mischungsverhältnis definieren (RGB, CMYK) und zum anderen geräteunabhängig und damit alle theoretisch möglichen Farben erfassen und ebenfalls klar und eindeutig definieren (HSV, CIExyz, CIElab). Letztere können nun im Prozess der Farbdarstellung von Kamera bis Drucker als eine Art Dolmetscher fungieren und Unstimmigkeiten in der Farbanzeige ausgleichen. Das ist das Prinzip des Farbmanagements:

  1. Die realen Farben des Motivs werden von der Kamera erfasst und in Form definierter RGB-Werte gespeichert. Wurde bei der Aufnahme ein korrekter Weißabgleich durchgeführt, entsprechen die gespeicherten Farben weitgehend denen des Originals.
  2. Das Farbprofil der Kamera, also deren spezifische stellungscharakteristik, wird bei der übertragung der Bilder auf den Rechner ebenso berücksichtigt wie die des kalibrierten (!) Monitors, wenn die RGB-Werte in einen geräteunabhängigen Arbeitsfarbraum (in der Regel ebenfalls auf RGB-Basis) konvertiert werden.
  3. Die Farben können in einer Software, die ihrerseits Farbmanagement unterstützt, beliebig bearbeitet und neu interpretiert werden.
  4. Bei der Speicherung der Bilddatei für die Ausgabe wird ein Farbprofil hinterlegt, das definiert, wie die Farben aussehen. Je nach Ausgabeziel handelt es sich dabei entweder um ein RGB-Profil (z.B. Internetausgabe) oder um ein CMYK-Profil (Druck).
  5. Bei der Konvertierung von RGB in CMYK-Farben werden spezifische Konvertierungsmethoden angewendet, die sich an einem geräteunabhängigen Farbmodell orientieren und ein möglichst ähnliches Ergebnis in der Farbdarstellung anstreben.
  6. Die Ausgabe setzt für eine korrekte Farbwiedergabe voraus, dass auch der nächste Monitor kalibriert ist beziehungsweise das individuelle Profil des Druckers berücksichtigt wird.
Farben darstellen
  1. Arbeiten alle Komponenten Hand in Hand, ähneln die Farben des Endprodukts sehr stark denen des Originals. Eine wirklich hundertprozentige Entsprechung wird es durch die vielen übersetzungsschritte jedoch nie geben. Aber ohne kalibrierte Geräte und ein stringentes Farbmanagement kommen am Ende nur eher zufällig mal halbwegs passende Farben heraus.
Farben fotografieren

Farben fotografieren

Die Arbeit mit Farben in der Fotografie beschränkt sich – rein technisch betrachtet – also nicht nur auf eine korrekte Definition der Farben bei der Aufnahme (Weißabgleich), sondern auch auf den gesamten Prozess der Nachbearbeitung. Denn in der digitalen Fotografie ist es mit der Aufnahme leider nicht getan: Das Produkt ist lediglich Rohmaterial und auch in seiner Farbigkeit relativ. Dementsprechend wichtig ist das Thema Farbmanagement, das komplexer klingt, als es in der Praxis ist. Achten Sie ganz einfach auf einen korrekten Weißabgleich; kalibrieren Sie Ihren Monitor; arbeiten Sie mit Software, die Farbmanagement unterstützt; bearbeiten Sie Ihre Bilder in einem möglichst großen RGB-Arbeitsfarbraum (z.B. AdobeRGB oder ProPhoto RGB) und lassen Sie Ihre Aufnahmen in einer Fotodruckerei ausbelichten, die ebenfalls Farbmanagement unterstützt – alles andere ist viel Theorie, die im Hintergrund abläuft.

Mit Farben gestalten

Doch nicht nur die technische Seite der Farbfotografie ist wichtig und relevant für das Bildergebnis, auch auf gestalterischer Ebene gilt es, einiges zu beachten: Bei jedem Bild haben Sie die Wahl, entweder Farben einzusetzen oder sich auf die Graustufen einer Schwarz-Weiß-Aufnahme zu beschränken. Im digitalen Zeitalter müssen Sie diese Entscheidung zwar nicht mehr vor der Aufnahme durch eine entsprechende Filmwahl treffen – doch wichtig bleibt diese Entscheidung nach wie vor: Denn die Bildwirkung wird entscheidend geprägt durch den Einsatz von Farben beziehungsweise durch Schwarz- Weiß als Gestaltungsmittel. In Graustufenbildern werden alle Farben auf ihre Helligkeitswerte reduziert, was die grafischen Eigenschaften des Motivs stärker hervorhebt. Um Schwarz-Weiß-Bilder gestalten zu können, gilt es also schon bei der Aufnahme in Graustufen zu denken. Farbaufnahmen entfalten hingegen eine sehr starke, unmittelbare und sehr sinn liche Wirkung, da jede Farbe – teils bewusst, teils unbewusst – ganz bestimmte Emotionen beim Betrachter auslöst. Dementsprechend wichtig für die Gestaltung eines Farbbildes ist die Wahl der vorhandenen Farben und bei mehreren Farben ihre gezielte Zusammenstellung. Denn während manche Farben miteinander harmonieren, bilden andere einen starken Kontrast, der die Dominanz und damit die Wirkungsstärke der einzelnen Farben beeinflusst.

Farbwirkungen

Wie Farben auf uns wirken (sollen), lernen wir im Großen und Ganzen von klein auf. Ergänzt werden diese antrainierten Farbassoziationen durch persönliche Erfahrungen und unseren individuellen Geschmack. Doch eine gewisse Allgemeingültigkeit besitzen Farbwirkungen innerhalb eines bestimmten Kulturkreises in jedem Fall, und darauf können Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Bilder stützen. Welche Assoziation zum Beispiel die Farbe Rot beim Betrachter auslösen wird, können Sie jedoch nicht verallgemeinernd festlegen, da die Wirkung einer Farbe sehr stark vom Kontext abhängt. Dieser Kontext bezieht sich sowohl auf inhaltliche und das Motiv betreffende Aspekte (Was ist Rot?) als auch darauf, welche Farben sonst noch im Bild vorkommen. Rot wirkt nämlich in Kombination mit Schwarz, Gelb und Orange schnell aggressiv und wütend; in Kombination mit Weiß und Rosa hingegen zart, warm und liebevoll.

Wesentlich allgemeingültiger ist die Wirkung der grundsätzlichen Tendenz oder Charakteristik einer Farbe, wie das subjektive Temperaturempfinden, die Helligkeit und die Sättigung. Warme Farben (Rot-Orange-Gelb-Palette) wirken intim, heimelig, gemütlich, positiv und nah; kalte Farben (Blau-Türkis-Grün-Palette) wirken hingegen distanziert, entfernt, reserviert und weniger einladend.

Helle (Pastell-)Farben wirken positiver, weiblicher leichter, zarter, subtiler, unauffälliger und vermitteln grundsätzlich ein Gefühl von Weite und Schwerelosigkeit bis hin zu Distanz und Unnahbarkeit, während dunkle Farben mehr Gewicht bekommen und eher negativ, düster, bedrohlich,

hart und männlich wirken; je nach Kontext aber auch näher und heimeliger. Bildbereiche, in die wenig Licht fällt, wirken gefährlicher und schmutziger als hell gestaltete Bereiche, die eher freundlich, positiv und lebendig wirken.

Stark gesättigte Farben wirken bunt, laut, grell, fröhlich, kindlich, jung und dominant, während entsättigte, eher schmutzige oder pudrige Farben in den Hintergrund treten und ihre Wirkung dezent, sanft, subtil und weniger unmittelbar entfalten.

Farbkombinationen

Da in einem Bild in der Regel mehr als eine Farbe miteinander kombiniert werden, ist es zusätzlich wichtig, deren gegenseitige Beeinflussungswirkung zu kennen. Denn der Eindruck einer Farbe ändert sich, sobald sich das Umfeld ändert. So lösen einerseits spezifische Farbkombinationen beim Betrachter ebenso spezifische Assoziationen aus, wie zum Beispiel das Rot-Gelb-Grün der Ampelfarben, das Gelb-Schwarz der Bienen und Wespen oder das Hellblau-Rosa als Babyfarben. Andererseits kann die Wirkung eines einzelnen Farbtons auch allein durch die umliegenden Farben bzw. durch sich daraus ergebende Farbkontraste verstärkt oder abgeschwächt werden.

Je nachdem, welche Farben miteinander kombiniert werden, kann von einem anderen Farbkontrast gesprochen werden. Für alle gilt verallgemeinerbar, dass je höher der Kontrast, also je größer der Unterschied zwischen den Farben ausfällt, desto stärker wird die dominantere Farbe in ihrer Wirkung unterstützt. Diese Farbe kann also ganz leicht zu einem Eyecatcher werden, also dem Bildbereich, der den Blick des Betrachters sofort anzieht.

  1. Der Farbe-an-sich-Kontrast: Möglichst unterschiedliche Farbtöne treffen aufeinander. Nur auf bunte Farben bezogen sind das Farbtöne, die im Farbkreis eine größtmögliche Entfernung zueinander aufweisen, z.B. komplementäre Farbenpaare (Rot-Grün) oder Farbdreiklang (Blau-Gelb- Rot). In der Kombination bunt-unbunt findet diese Kontrastform ihr Ex trem im Aufeinandertreffen einer Farbe mit Schwarz und/oder Weiß (Gelb-Schwarz).
  2. Der Komplementärkontrast: eine Sonderform des Farbe-an-sich-Kontrasts, der sich ausschließlich auf Kombinationen von Farben bezieht, die sich im Farbkreis gegenüber liegen, wie auf Rot und Grün, Orange und Blau sowie Gelb und Violett.
  3. Der Warm-kalt-Kontrast: ebenfalls eine Form des Farbe-an-sich-Kontrasts, der Farben aus der warmen Farbpalette neben kalte Farben stellt. Die Wirkung ist sehr unmittelbar, da wir uns dem subjektiven Warm-kalt-Empfinden kaum entziehen können. Bei einer solchen Kombination entsteht also sofort ein Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz, Wärme und Kälte, Intimität und Abstand.
  4. Der Hell-dunkel-Kontrast: Werden Farben unterschiedlicher Helligkeit kombiniert, entsteht Räumlichkeit im Bild. Helleres wirkt entfernter als Dunkleres. Gleichzeitig wird der Blick unmittelbar von den hellsten Stellen im Bild angezogen, weshalb sich dort nach Möglichkeit auch das bildwichtigste Element befinden sollte.
  5. Der Qualitätskontrast: Der über die Sättigung der Farben entstehende Qualitäts-Kontrast stellt leuchtende, reine, mit entsättigten, stumpfen Farben zusammen, was die Leuchtkraft der satten Farbe verstärkt. Stammen beide Farben aus derselben Farbfamilie ist die Wirkung ruhiger als beispielsweise bei komplementären Kombinationen. Farbkontraste sind grundsätzlich dazu in der Lage, die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Bild an sich und dann wiederum auch auf bestimmte Bildbereiche zu lenken. Doch auch der Umkehrschluss gilt: Je weniger Farbkontraste Sie in einem Bild integrieren, desto ruhiger, harmonischer und homogener wird das Gesamtergebnis wirken.

Mit Farben haben Sie also ein sehr starkes und wirksames Mittel an der Hand, um dem Betrachter Ihrer Bilder Gefühle zu vermitteln. Deswegen muss das Ziel in der Farbfotografie also nicht immer sein, auf jeden Fall auch bunt zu fotografieren. Stattdessen sollten die gewählten Farben immer zum Motiv und zu der von Ihnen geplanten Bildwirkung passen, wobei natürlich auch Ihr ganz persönliches Farbempfinden, Ihr Geschmack und Ihre Vorlieben immer eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen dürfen. cb/gb