Zu viel Licht ist in der Fotografie FILTERN ebenso problematisch wie zu wenig. In Teil 1 unserer Filterserie erfahren Sie, wie sich die Intensität mit den Objektivvorsätzen genau auf das richtige Maß dimmen lässt.

Intro

Das mache ich alles mit Photoshop!“, entgegnet so mancher Fotograf auf die Frage, ob er auch mal mit Objektivfiltern fotografiert. Allerdings dient das runde oder eckige Zubehör nicht nur dazu, Fehlbelichtungen auszugleichen oder Farben satter zu machen. Manche kreativen Fotoeffekte, etwa weich fließende Wasserfälle, sind oft erst möglich, wenn die Lichtintensität gedimmt wird und störende Reflexionen gefiltert werden. Wir erklären hier, wieso vor allem Grau-, Grauverlaufs- und Polfilter in der Fototasche jedes Landschaftsfotografen stecken sollten.

Die Vorteile des NiSi-Filtersystems

Die Qualitätsfilter von NiSi sind jetzt auch im deutschen Fachhandel erhältlich. Sie werden aus hochwertigem optischen Glas gefertigt sowie für optimale Bildschärfe beidseitig geschliffen und poliert. Mehrfachvergütungen verhindern Reflexionen und sorgen für eine hohe Farbtreue. Durch eine wasser- und ölabweisende Nanobeschichtung sind die Filter zudem weniger anfällig für Kratzer. Erhältlich sind Graufilter, Grauverlaufsfilter und Polarisationsfilter in Größen bis 180 × 180 cm. Die Filterhalter erlauben Filterkombinationen, etwa von Grauverlaufs- und Polfilter. Zudem gibt es spezielle Halterungen für Ultraweitwinkelobjektive ohne Filtergewinde.

Tipps

 

für Filter
Das mache ich alles mit Photoshop!“, entgegnet so mancher Fotograf auf die Frage, ob er auch mal mit Objektivfiltern fotografiert. Allerdings dient das runde oder eckige Zubehör nicht nur dazu, Fehlbelichtungen auszugleichen oder Farben satter zu machen. Manche kreativen Fotoeffekte, etwa weich fließende Wasserfälle, sind oft erst möglich, wenn die Lichtintensität wird und störende Reflexionen gefiltert werden. Wir erklären hier, wieso vor allem Grau-, Grauverlaufs- und Polfilter in der Fototasche jedes Landschaftsfotografen stecken sollten.

WELCHE FILTERVORSÄTZE GIBT ES?
Filtervorsätze für die Kamera dienen den verschiedensten Zwecken. UV-Filter beispielsweise schützen ein Objektiv vor Stößen und Kratzern, Nahlinsen vergrößern das Motiv und ermöglichen beeindruckende Detailaufnahmen ganz ohne teures Makro-Objektiv. Profifotografen verwenden vor allem Filtervorsätze, die die Lichtqualität und -quantität beeinflussen: Ein Polarisationsoder Polfilter schluckt unerwünschte Reflexionen an Glas- und Wasseroberflächen, Graufilter (ND-Filter) regeln zu helles Licht herunter und machen Langzeitbelichtungen auch am Tag möglich. Grauverlaufsfilter dunkeln das Licht nur in einem Teil des Bildes ab – damit lässt sich zum Beispiel nur der Himmel dimmen.

WELCHE FILTER LOHNEN SICH?
Wer sich für Landschaftsfotografie interessiert, sollte vor allem in einen Polfilter und gute Grau- sowie Grauverlaufsfilter in diversen Stärken investieren. Nur mit einem solchen Equipment sind etwa die wunderschönen, weich gezeichneten Aufnahmen von Wasserfällen möglich. Der Polfilter entfernt die Reflexionen des Wassers und Glanz auf nassen Steinen, Grau- und Grauverlaufsfilter schlucken das meist zu helle Tageslicht und verlängern die Belichtungszeit, bis das fließende Wasser unscharf dargestellt wird. Beides lässt sich mit digitaler Bildbearbeitung nur unter hohem Aufwand simulieren.

SIND VERLAUFSFILTER UNVERZICHTBAR?
Profis nutzen Verlaufsfilter, um die teils extremen Helligkeitsunterschiede in Landschaften schon bei der Aufnahme auszugleichen. Meist wird mit dem Filtervorsatz ein heller Himmel abgedunkelt, wodurch feine Wolkenstrukturen und das Farbenspiel eines Sonnenuntergangs deutlicher hervortreten. Dieser Filter ist also ein Muss für jeden Landschaftsfotografen. Zwar ließe sich das Problem mit den unterschiedlichen

GrauverlaufFilter gibt es in verschiedenen Größen und Systemen. Neben den günstigeren runden Aufsätzen, die direkt ins Objektivgewinde geschraubt werden, gibt es voluminösere Rechteckfilter, die gerade als Grauverlaufsfilter ihre Stärken ausspielen. Hier das Beispiel eines Profisystems, bei dem die Filter schnell ausgewechselt werden können.

Adapter
Den Adapter, an den der Filterhalter angebracht wird, dreht man direkt ins Objektivgewinde. Diese Ringe gibt es für unterschiedliche Objektive und damit in mehreren Größen – auch für Weitwinkel.

Filterhalter
Der Filterhalter wird auf den Adapter angebracht. Er bietet mehrere Einschübe, um unterschiedliche Filter kombinieren zu können. Der Filterhalter lässt sich sehr einfach drehen, was beispielsweise bei Verlaufs- und Polarisationsfiltern wichtig ist.

Rechteckfilter
Eine Halterung bietet Platz für eine Anzahl von Filtergläsern – ideal, um mehrere Graufilter miteinander zu kombinieren. Solange die Abmessungen stimmen, passen auch Filter verschiedener Hersteller in die Halterung.

Polarisationsfilter
Es gibt rechteckige Polfilter, die direkt in die Halterung geschoben werden. In Kombination mit Verlaufsfiltern ist es jedoch besser, wenn der Polfilter mit einem separaten Adapter am System befestigt wird, um beide unabhängig drehen zu können. Je nach Aufnahmesituation, etwa wenn Sie ohne Stativ arbeiten, empfehlen sich runde Polfilter. Sie werden einfach ins Filtergewinde des Objektivs geschraubt und verfügen über einen Drehmechanismus.

Rechteckfilter

Profis setzen auf das flexible, hochwertige Aufstecksystem. Filter gibt es in verschiedenen Größen und Systemen.

Neben den günstigeren runden Aufsätzen, die direkt ins Objektivgewinde geschraubt werden, gibt es voluminösere Rechteckfilter, die gerade als Grauverlaufsfilter ihre Stärken ausspielen. Hier das Beispiel eines Profisystems, bei dem die Filter schnell ausgewechselt werden können. RechteckfilterIn Photoshop gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Das gilt auch für Dunkelkammertechniken. Ob Sie nun die schon vorgestellten Effekte etwa Duoton und Splittonung –oder die feinen Nuancen einer Selen-Farbverschiebung nachstellen wollen: Die »Verlaufsumsetzung« ist zu diesem Zweck eine durchaus lohnende Alternative. Wieder Name schon sagt, basiert die Funktion auf einem Verlauf. Dabei werden den Farben bestimmte Tonwerte zugeordnet und dann überblendet. Beispielsweise ordnet ein zweifarbiger Verlauf mit Dunkelblau in den Schatten und Hellblau in den Lichtern genau diese Farben auch den Tonwerten im Bild zu und bringt auf diese Weise einen Duoton hervor. Die Funktion ‚Verlaufsumsetzung‘ lässt sich übrigens auch als Einstellungsebene verwenden, wodurch das Originalbild unberührt bleibt und Sie den Effekt jederzeit neu anpassen können.

Polfilter

Hilft bei diesigem Licht, Reflexionen an Glas und Wasser, matten Farben.

Felslandschaft.jpgSolche fotografischen Probleme lassen sich ganz einfach mit einem Polfilter lösen. Vor das Objektiv gesetzt, filtert dieser störendes Streulicht, das aus polarisierter Strahlung besteht. Beim Kauf eines Polfilters – egal ob eckig oder rund – sollten Sie auf eine zirkulare Ausführung achten. Das bedeutet, dass er nicht einfach das polarisierte Licht schluckt, sondern auch die Schwingungsrichtung umwandelt. Lineare Polfilter sind fast komplett vom Markt verschwunden, da sie mit den meisten Autofokussystemen nicht kompatibel sind. Fotografieren mit Polfiltern erfordert etwas Übung. Wird er zu stark eingesetzt, kann das Motiv unnatürlich wirken.

Graufilter
Helligkeitswerten auch durch zwei separate Aufnahmen in den Griff bekommen: Die erste wird auf den Himmel abgestimmt, die zweite auf den Untergrund, und beide werden anschließend über Ebenen in Photoshop kombiniert. Jedoch kostet eine sorgfältige Ausarbeitung der Bilder am Rechner viel Zeit. Mit einem Grauverlaufsfilter hingegen gleichen Sie die Kontraste schon bei der Aufnahme an, sodass keine Fotomontage erforderlich ist.

WIE FOTOGRAFIERE ICH EINEN WASSERFALL MIT GRAUFILTER?
Es ist schwierig, pauschal einen ND-Filter oder eine Belichtungszeit für Wasserfälle zu empfehlen, da die Stärke der Bewegungsunschärfe von den Lichtgegebenheiten vor Ort und der Fließgeschwindigkeit des Wassers abhängt. In der Regel erhält man aber mit einem ND8-Filter (0.9), der um drei Blendenstufen abdunkelt, gute Ergebnisse. Die genauen Einstellungen ermitteln Sie vor Ort: Stellen Sie die Kamera auf ein Stativ und wählen Sie den Bildausschnitt. Stellen Sie ISO 100 sowie eine mittlere Blende ein und machen Sie ein Testfoto mit ND-Filter. Überprüfen Sie den Effekt auf dem Display – eine zu ruhige und einheitliche Wasseroberfläche kann auch langweilig wirken. Durch Öffnen oder Schließen der Blende können Sie die Belichtungszeit variieren. Bevor Sie nun das Bild machen, nehmen Sie den Filter nochmals kurz ab und überprüfen die Schärfe.

GIBT ES NOCH ANDERE EINSATZGEBIETE FÜR DEN GRAUFILTER?
Manchmal werden Graufilter auch für die Porträtfotografie eingesetzt. Wer eine Person durch geringe Schärfentiefe vor dem Hintergrund freistellen will, muss die Blende öffnen. Bei sehr hellem Tageslicht kann das zu extrem kurzen Belichtungszeiten führen, die vor allem in Kombination mit einem Blitz ein Problem darstellen, schließlich sollte die Blitzsynchronzeit nicht unterschritten werden. Ein Graufilter reduziert die Lichtintensität und ermöglicht es, die Blende zu öffnen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Architekturund Reisefotografie: Mit einem starken ND-Filter können Sie auch bei Tage eine angzeitbelichtung eines Platzes oder einer Sehenswürdigkeit machen. Sich bewegende Autos oder Menschen werden dadurch weggezaubert. Das funktioniert allerdings nicht immer, eine größere Anzahl an Objekten wird als Nebel im Bild sichtbar sein.

Verlaufsfilter
Für Landschaftsfotografen ist ein Verlaufsfilter absolut unverzichtbar.
Mit einem Grauverlaufsfilter lassen sich die extremen Heilligkeitsunterschiede von Himmel und Erde in einem einigen Bild professionell angleichen. Wie der Name vermuten lässt, besteht der Verlaufsfilter aus einem Graufilter, der zui einer Seite hin volltransparent ausläuft. Klassischerweise wird der zum Fotografieren von Landschaften eingesetzt, bei denen der obere Bildteil in der Regel sehr viel heller ist als der Untere. Ohne Verlaufsfilter müsste man sich entscheiden: für einen Himmel mit Wolkenstruktur, aber zu dunklem Vordergrund – oder für eine gut belichtete Landschaft, aber überstrahltem Himmel. Empfehlenswert sind eckige Verlaufsfilter, die sich im Filterhalter exakt auf die Horizontlinie des jeweiligen Motivs ausrichten lassen. Sie sind in verschiedenen Varianten mit hartem oder weichem Verlauf vergügbar.