Die wichtigsten Photoshop Tricks

Diesen Monat zeigen wir Ihnen, wie Sie in Photoshop die perfekten Ergebnisse erzielen.

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Warme Töne für jede Landschaft

Aufeinfache Artund Weise eine sommerliche Aufnahme in ein leuchtendes Herbstbild mit reicher Farbpalette umwandeln? Kein Problem. So geht’s!

1. Ausgangsbild auswählen

Öffnen Sie eines Ihrer Sommerbilder, zum Beispiel eine Landschaft, und wählen Sie »Fenster / Ebene«, um die Ebenen-Palette zu öffnen. Klicken Sie anschließend auf das Einstellungsebenen-Symbol und wählen Sie eine Ebene vom Typ »Farbton/Sättigung«.

2. Farbtonanpassen

Im Fenster »Farbton/Sättigung« stellen Sie im Menü »Bearbeiten« zunächst die »Gelbtöne« ein. Ziehen Sie den »Farbton«-Regler auf einem Wert um die »-30«. Wechseln Sie auf die »Grüntöne«, die Sie auf einen Wert im Bereich von»-8o« setzen– eine herbstliche Färbung.

3. Gezielte Anpassungen

Um das Grün im Gras zurückzuholen, wählen Sie das »Pinsel-Werkzeug«. Setzen Sie die Größe auf »400 px« und die Deckkraft auf »21%«. Klicken Sie auf die Einstellungsebenen-Maske und malen Sie (als »Vordergrundfarbe« Schwarz einstellen) über das Gras.

4. Verlauf im Himmel erzeugen

Begeben Sie sich über »Verlaufswerkzeug« in »Vordergrund- zu Hintergrundfarbe«. Stellen Sie die Vordergrundfarbe auf Schwarz und erstellen eine neue Ebene. Mit der »Füllmethode» »Ineinander kopieren« Deckkraft auf »75 %« zeichnen Sie von oben einen Verlauf.

5. Morgennebel

Erstellen Sie eine weitere Ebene. Stellen Sie Weiß als Vordergrundfarbe ein und aktivieren Sie in der Werkzeugpalette das »Verlaufs-werkzeug«. Klicken Sie mit dem »Verlaufs-werkzeug« in die Mitte, ziehen Sie nach unten und setzen Sie die Deckkraft auf »51 %«.

6. Nebelmaske erstellen

Erstellen Sie eine Ebene vom Typ »Tonwertkorrektur«, die Sie unter die „Nebel“-Ebene ziehen. Aktivieren Sie anschließend das Gruppen-Begrenzungssymbol ([Alt]-Taste). Sobald es erscheint, klicken Sie. Aktivieren Sie abschließend die Tonwertkorrektur-Ebenenmaske.

Mehr Glanz für das Brautpaar

Weißes Kleid, schwarzer Anzug: Hochzeitspaar-Aufnahmen sind oft ziemlich knifflig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Photoshop die perfekten Ergebnisse erzielen.

Hochzeit

Warme Töne für jede Landschaft

Aufeinfache Artund Weise eine sommerliche Aufnahme in ein leuchtendes Herbstbild mit reicher Farbpalette umwandeln? Kein Problem. So geht’s!

1. Basis-Retusche

Öffnen Sie die gewünschte Bilddatei in Photoshop. Erstellen Sie nun mit [Strg]+[J] eine Hintergrundkopie. Auf der Hintergrundkopie wird nun, etwa mit dem »Kopierstempel« oder dem »Ausbesserungswerkzeug«, die Grundretusche ausgeführt.

2. In ein Smart-Objekt konvertieren

Nach dem Ausflecken wird die Retusche-Ebene in ein Smart-Objekt konvertiert. Dies können Sie über das Menü »Ebene|Smart Objekte|InSmart Objekt konvertieren« erledigen. So kann der im nächsten Schritt angewandte Filter immer wieder aufgerufen werden.

3. Highlights setzen

Um das Brautpaar auf zuhellen, verwenden Sie die »Beleuchtungseffekte« unter »Filter/Renderfilter«. Damit es angenehm erscheint, stellen Sie die »Lichtart« auf »Gerichtet« und regeln die Intensität. Aber nicht zu stark, sonst verliert das weiße Kleid an Zeichnung.

4. Detailzeichnung retten

Um verloren gegangene Zeichnung im Brautkleid zurückzuholen,verringern Sie nach der Anwendungvon »Beleuchtungseffekte« die Ebenendeckkraft. Für den dunklen Anzug des Bräutigams legen Sie eine Maske auf die Hintergrundkopie.

5. Vignettierung erstellen

Legen Sie eine Ebene an. Füllen Sie sie schwarz. Wählen Sie mit dem »Lasso-Werkzeug« das Brautpaar aus und füllen Sie den Bereich mit Weiß. Wenden Sie auf die Ebene zweimal »Gaußscher Weichzeichner« an. Plus: Eigenschaft auf »Multiplizieren«

6. Tonung hinzufügen

Setzen Sie in „Ebene 2“ eine Maske ein. Um das Brautpaar nach vorne zuholen, legen Sie eine Einstellungsebene »Gradationskurve«an. Kontrast erhöhen. Eine neue Ebene mit einem Sepiaton füllen, die Füllmethode dabei auf »Weiches Licht« bei »Deckkraft 40%«.

Die 7 coolsten Photoshop-Funktionen

Es gibt viele Programme zur Bildbearbeitung, aber an Photoshop kommt kaum eines heran. Hier die wichtigsten Funktionen, mit denen die Retusche sehr viel besser klappt.

1. Gerader Horizont
Ein schiefer Horizont ist ein ärgerlicher Fehler, der auch erfahrenen Fotografen unterläuft. Durch eine einfache, relativ unbekannte Funktion lässt sich dieser gerade richten: Aktivieren Sie das »Linealwerkzeug« ([I] -Taste) und ziehen Sie damit eine Linie entlang des Horizonts. Klicken Sie danach auf »Bearbeiten/ Arbeitsfläche drehen / Per Eingabe«. Photoshop trägt dann automatisch den Wert ein, der die Linie auf »0 Grad« ausrichtet. Das funktioniert übrigens auch mit senkrechten Linien etwa von Gebäuden –allerdings können hier stürzende Linien das Ergebnis verfälschen.

2. Die Vorteile des LAB-Farbraums
Die meisten Bildbearbeitungen unterstützen nur den Farbraum RGB. Photoshop kann darüber hinaus auch CMYK und LAB. Während CMYK eher für Grafiker und Druckereien wichtig ist, bietet der LAB-Farbraum verfeinerte Möglichkeiten zur Rauschreduzierung und Steigerung des Farbkontrasts sowie zum Schärfen. Zugegeben, die Arbeit damit erfordert etwas Übung, doch der Effekt ist erstaunlich. LAB empfiehlt sich vorallem bei Fotos mit großen, relativ gleichen Farbflächen: Bild in LAB-Farbe«konvertieren und per Gradationskurve im »Kanala« (Magenta/Grün) oder »Ka-nal b« (Gelb/Blau) den Kontrast anheben. Dadurch trennen sich die Tonwertestärker, das Bild wirkt lebendiger. Eine leichte Korrektur des »Helligkeits«-Kanals tut sein Übriges.

3. CameraRaw –macht besser Bilder
Wer sich Photoshop zulegt, bekommt als Plug-in einen der besten RAW-Konverter gratis dazu: CameraRaw. Dessen Riesenvorteil ist, dass sich alle aktuellen Entwicklungen von Lightroom, dem RAW-Workflow-Programm von Adobe, relativ schnell auch in CameraRaw niederschlagen – beispielsweise die Funktionen »Bereichsreparatur« und der »Verlaufsfilter«. Weitere herausragende Elemente: Reparatur« zur Wiederherstellung von Details in Spitzlichtern, »Klarheit« für lokalen Kontrast und »Dynamik« für eine sanfte Sättigungskorrektur, die Hauttöne schont. Adobe stellt auch für Camera Raw in regelmäßigen Abständen Update-Downloads für die neuesten Kameramodelle zur Verfügung.

4. Smart Filter zur Absicherung
Adobe hat das Prinzip der non-destruktiven Bildbearbeitung erweitert. Bedeutet im Klartext: Als »Smart Filter« verändern die Effekte nicht direkt die Bildinformationen, sondern sie werden reversibel gespeichert. Wer etwa den Schärfefilter »Unscharf maskieren« anwenden will, wandelt zunächst die betreffenden Ebenen mit »In Smart-Objektkonvertieren« um. Der Vorteil liegt auf der Hand: »Unscharf maskieren« wird daraufhin in der Ebenenpalette aufgeführt und es reicht ein Doppelklick, um das Dialogfeld erneut aufzurufen und die Parameter wieder zu korrigieren. So gehen Sie bei der Bearbeitung absolut kein Risiko ein.

5. Staub einfach wegstempeln
Wenn es den »Bereichsreparaturpinsel« (Taste [J]) von Photoshop nicht mehr gäbe, würde das eine Menge Fotografen in Verzweiflung stürzen. Denn Staub und Pickel stempelt wohl jeder gern weg. Das Werkzeug analysiert die Pixel des Umfelds auf Farbigkeit, Struktur und Luminanz und errechnet perfekt den zu erset-zenden Bereich. Das geht bedeutend schneller als mit dem herkömmlichen »Reparaturpin-sel«, bei dem der Anwender zuerst einen passenden Quellbereich bestimmen muss.

6. Tools für extreme Situationen
Die Optimierungsfunktion »Tiefen/Lichter« ist inzwischen schon ein Photoshop-Standard. Ob Blitzlicht oder intensive Sonnenstrahlung –mit »Tiefen/Lichter« holen Sie Details aus den Schatten hervor. Zudem mildern Sie so überbelichtete Bereiche ab. Dasselbe lässt sich natürlichauch per »Gradationskurve« bewerkstelligen, dazu ist aber wesentlich mehr Know-how vonnöten. »Tiefen/Lichter« zielt nicht nur auf die absoluten Retusche-Spezialisten ab, sondern auf alle Fotografen, die sich gera-de erst in Photoshop einarbeiten und sehr schnell sehr gute Ergebnisse erhalten wollen.

7. Kunstvolles Schwarz-Weiß
In den ersten Photoshop-Versionen war die Schwarz-Weiß-Umwandlung durchaus noch eine etwas kniffligere Angelegenheit. Mit dem Kanalmixer« oder den »Verlaufsfiltern«er-zielte man zwar gute Ergebnisse, allerdings waren die Arbeitsschritte nicht sehr intuitiv. Inzwischen ist die Monochrom-Umwandlung deutlich einfacher: Seit Photoshop CS3 kann die Funktion »Schwarzweiß« auch als flexible Einstellungsebene über ein Bild gelegt werden. Mit sechs Reglern können Sie Farbtöne gewichten. Wird etwa der Blau- und Cyan-Anteil niedrig eingestellt, wirkt der Himmel oft deutlich dramatischer.Für Neulinge gibt es Vorlagen wie »Rotfilter« und mit nur einem Klick lässt sich das pure Schwarz-Weiß-Bild auch in ein Sepia-Bild verwandeln. Äußerst wichtig: Die Funktion unterstützt die Farbtiefe von 16Bit, womit sich Artefakte bei extremen Reglereinstellungen gut vermeiden lassen.