Die neue Fotoschule bietet Ihnen kompaktes Know-how in Sachen Fotopraxis: Basiswissen, Kamerafunktionen, Aufnahmetechniken, Lichtführung und Bildgestaltung werden leicht verständlich anhand von Bildbeispielen erklärt. In dieser Folge geht es um Fototipps für den Urlaub.

Fototipps für den Urlaub

Allzeit bereit sein

Wenn Sie Stadt- oder Reiseaufnahmen machen, suchen Sie sicherlich nach „dem einen“ Foto. Mein Freund Dave nennt es immer „das Geldfoto“. Sie wissen schon, das Foto, das Ihnen ins Auge springt, wenn Sie beispielsweise um eine Ecke biegen. Mir erging es so, als ich in Barcelona eine Gasse entlang ging und in der dunkelsten Ecke einen Mann sitzen sah, der auf die Wand blickte und ein Buch las. Das Foto musste ich aufnehmen (ich wurde ganz oft gefragt, ob es gestellt war). Wie bereiten Sie sich also auf eine Aufnahme vor, die unmittelbar vor Ihnen auftaucht? Fotografieren Sie in einem Modus, bei dem Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können – die Aufnahme. Ja, richtig, wenn Sie die Straßen entlang laufen, sollten Sie im Programm-Modus fotografieren. Ich weiß, dass das nicht den professionellen Fotografieregeln entspricht – aber die richtige Aufnahme zu machen zählt mehr als der Modus, in dem Sie fotografieren. Stellen Sie an Ihrer Kamera also den Programm- Modus ein (bei dem die Kamera Blende und Verschlusszeit regelt) und machen Sie die Aufnahme. Wenn sich das Motiv für einige Minuten nicht ändert, können Sie in den Zeitautomatik- oder den manuellen Modus wechseln, um mehr Kontrolle über die Aufnahme zu haben. Hinweis: Nikons Programm-Modus ist mit einer Funktion namens Flexible Program Mode ausgestattet, bei dem Sie Verschlusszeit oder Blende ändern können, während die Kamera den jeweils anderen Teil automatisch einstellt, um die Belichtung beizubehalten. Wenn Sie das Einstellrad nicht drehen, stellt die Kamera alles automatisch ein.

Kinder und alte Menschen

Kinder und alte Menschen

Wenn Sie wieder einmal ein Reisemagazin aufschlagen, achten Sie darauf, was auf den veröffentlichten Fotos zu sehen ist. Ich sage es Ihnen: Auf den Reisefotos sehen Sie vor allem alte Menschen und Kinder. Mit alten Menschen meine ich nicht Leute Ende 50, sondern richtig alte Menschen – faltige, krumme alte Frauen, deren Haut aussieht wie Schuhleder, und Männer mit Hüten, die seit dem Korea-Krieg nicht mehr gewaschen wurden.

Bei Kindern gilt, je jünger, desto besser. Vor einfachen Hintergründen sehen Kinder in Stadt- und Reiseaufnahmen sehr eindrucksvoll aus, deshalb lieben die Magazine auch solcheBilder. Wenn Sie die eine oder andere Gruppe Menschen posieren lassen und fotografieren wollen, sprechen Sie vorher mit ihnen – so werden sie lockerer und Gestik und Mimik wirken natürlicher und sie lassen Ihnen vielleicht mehr Zeit beim Fotografieren. Okay, Kinder und alte Menschen sind also in. Was ist out? Menschenmassen. Sie sind einfach nutzlos, solche Bilder würden Sie ja sichernicht einmal in Ihr Album kleben, oder? Leere Straßen am Morgen oder ein Pärchen vermitteln Stimmung, aber keine Menschenmassen.

Die richtige Tageszeit

Die meisten Profis machen ihre Fotos am liebsten in der Morgendämmerung: Das Licht ist perfekt. Dieses goldene, magische Licht, das bei Landschaftsaufnahmen so gut funktioniert, eignet sich auch für Stadtaufnahmen. Und außerdem sind die Straßen zu dieser Tageszeit meistens noch leer, so dass Sie Gebäude, Straßen, Gassen usw. ungestört ablichten können. Allerdings ist die Zeit, bis die Sonne sehr hell am Himmel steht, begrenzt (das Licht wird dann zu hart) und die Straßen füllen sich sehr schnell. Stehen Sie also vor der Sonne auf und fotografieren Sie mit einem Stativ. Aber auch die Abenddämmerung eignet sich für eindrucksvolle Aufnahmen. Auch hier ist das Licht sehr golden, nur sind die Straßen noch nicht leer. Es gibt aber auch ein paar Möglichkeiten, Städte und Menschen tagsüber zu fotografieren. Anders als Landschaftsfotografen können Sie also eigentlich den ganzen Tag fotografieren, besonders, wenn es bewölkt ist. Der Nachmittag eignet sich, um interessante Türen (im Schatten), Fenster, spielende Kinder im Park usw. zu fotografieren – eigentlich können Sie alles fotografieren, was sich im Schatten befindet. Noch einmal zur Wiederholung: Die beste Tageszeit ist die Morgendämmerung. Die zweitbeste ist die Abenddämmerung, aber auch tagsüber bieten sich Möglichkeiten.

Die richtige Tageszeit

Nach leuchtenden Farben Ausschau halten

Wenn Sie Städte- und Reisefotos aufnehmen, sollten Sie immer auf intensive, leuchtende Farben achten. Oft finden Sie wunderschön farbige Wände und Türen – vielleicht gar eine grell-bunte Wand mit einer Tür in einer konstrastierenden Farbe –, Geschäfte, Schilder, Autos, Motor- oder Fahrräder. Eines meiner Lieblingsbilder ist eine intensiv rote Vespa, die direkt vor einem knallgelben Lotus-Sportwagen stand. Das Motiv sah aus wie gestellt, aber ich nahm trotzdem dutzende Fotos auf, denn die Farben passten einfach perfekt zusammen. Achten Sie auf farbige Wände (besonders toll ist es, wenn noch jemand an der Wand arbeitet oder davor steht und auf den Bus wartet oder ein hellgelbes Auto vor einer blauen Wand steht). Wenn Sie auf diese farbigen Kombinationen achten, werden Sie überrascht sein, wie oft sich Ihnen solche Situationen bieten. Ich weiß, ich reite etwas darauf rum, aber die Farben sehen noch intensiver und tiefer aus, wenn sie in der Morgen- oder Abenddämmerung aufgenommen werden. Falls das nicht geht, nutzen Sie tagsüber helle schattige Bereiche.

Konzentrieren Sie sich auf die Details

Konzentrieren Sie sich auf die Details

Ich habe schon viele Fotografen erlebt, die sich über ihre Fotos beschwert haben – meistens lag das daran, dass sie versucht haben, zu viel aufzunehmen. Was ich damit sagen will, ist, dass sie versuchen, ein Gebäude oder eine Kathedrale im Ganzen zu fotografieren – aber das ist selbst mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv nur schwer möglich. Aus diesem Grund nehmen Profis lieber Details auf. Statt z. B. die ganze Kathedrale Notre Dame in Paris zu fotografieren, sollten Sie versuchen, Details aufzunehmen, anhand derer man sich das gesamte Gebäude vorstellen kann – die Türen, ein Fenster, einen Wasserspeier, die Tauben auf den Treppen oder ein interessantes architektonisches Element. Das Foto soll die Höhe und die Handwerkskunst der Erbauer erahnen lassen. Wenn Sie sich an die Details halten, können Sie Geschichten erzählen, Einzelheiten sind oft aussagekräftiger als ein großes Ganzes. Falls Sie trotzdem ein Foto der gesamten Kathedrale haben wollen, kaufen Sie sich eine Postkarte. Zeigen Sie mit Ihren Fotos jedoch Ihre eigene Sichtweise auf ein Gebäude. Probieren Sie es ruhig einmal aus und überprüfen Sie, ob Ihnen die Ergebnisse nicht vielleicht besser gefallen.

Die Reiseausstattung

Mit der Kamera unterwegs sein heißt immer, Kompromisse schließen. Das fängt beim Zusammenpacken an. Jedes Teil braucht Platz und bringt etliche Gramm bis Kilogramm auf die Waage. Beim Arbeiten im Odenwald oder an der schleswig-holsteinischen Küste, wo man alle Ziele auch bequem mit dem Auto erreichen kann, ist das kein Problem. Was man braucht, kommt in den Kofferraum; was man eventuell brauchen könnte auch. Was aber, wenn das Ziel nur mit dem Flugzeug oder, schlimmer noch, nur zu Fuß erreichbar ist? Dann ist Beschränkung auf das Wesentliche angesagt und die fängt mit der richtigen Verpackung der Ausrüstung an. Zum Aufbewahren und Transportieren kommen Tasche, Koffer, Weste oder Rucksack infrage. Was die beste Lösung ist, hängt stark von Art und Ziel der Reise ab. Koffer sind der sicherste Aufbewahrungsort, schlagfest und spritzwassergeschützt. Völlig daneben sind Koffer aber, wenn Sie die Ausrüstung zu Fuß transportieren müssen. Ideal ist in diesem Fall ein Rucksack, der das Gewicht gleichmäßig auf beide Schultern verteilt. Achten Sie beim Rucksackkauf auf wetterfesten Stoff und darauf, dass über den Klett- oder Reißverschlüssen Klappen angenäht sind, damit bei Regen nicht sofort Wasser eindringen kann.

Die Reiseausstattung

Nehmen Sie unbedingt Ihre Fotoausrüstung mit, wenn Sie einen Rucksack kaufen. Man kann sich nämlich leicht verschätzen, was das Fassungsvermögen angeht. Rucksäcke haben nur einen Nachteil: Man trägt die Ausrüstung auf dem Rücken und hat sie nicht schnell einsatzbereit. Die optimale Ergänzung zum Rucksack ist daher die Fotoweste, in der Kamera, Objektive und Zubehör griffbereit verstaut sind. Wenn es mitunter auf Schnelligkeit ankommt, sind Klettverschlüsse praktischer als Reißverschlüsse oder Druckknöpfe. Entscheidend ist, dass mindestens eine Tasche groß genug ist, um die Kamera mit angedocktem Objektiv aufzunehmen. Probieren Sie Rucksack und Weste zusammen an, bevor Sie sich zum Kauf entschließen. Natürlich kommt neben Koffer, Rucksack und Weste auch die gemeine Fototasche als Transportvehikel infrage. Im Endeffekt ist sie aber zum Tragen genauso ungeeignet wie ein Koffer; zumindest dann, wenn Sie größere Strecken zu Fuß zurücklegen wollen.

Das Motiv gleich um die Ecke

Mein Freund Bill Fortney hat es am besten formuliert: „Das größte Hindernis für Fotografen ist, dass sie sich zu wenig bewegen. Die beste Aufnahme, die beste Aussicht, der beste Blickwinkel sind oft nur einen Meter von ihrem tatsächlichen Standpunkt entfernt.“ Machen Sie es besser. Sobald Sie ein faszinierendes Detail gefunden haben – laufen Sie umher. Suchen Sie nach weiteren interessanten Blickwinkeln und fotografieren Sie auch von dort. Bewegen Sie sich nicht nur nach links oder rechts, sondern verändern Sie auch die Aufnahmehöhe: Stellen Sie sich auf einen Stuhl, setzen oder legen Sie sich hin, klettern Sie auf einen Aussichtspunkt usw. Denken Sie immer daran, die beste Aufnahme befindet sich oft weniger als einen Meter von Ihnen entfernt.

Bewegung in der Stadt

Es gibt einen einfachen Trick, um die Hektik einer großen Stadt widerzuspiegeln – verwenden Sie lange Verschlusszeiten, sodass Menschen und Verkehr Bewegungslinien im Bild erzeugen. Das ist ganz einfach, solange Sie mit einem Stativ arbeiten – was für diesen Effekt unabdingbar ist. Aktivieren Sie an der Kamera einfach die Blendenautomatik und wählen Sie eine Verschlusszeit von 1/16, 1/8 oder 1/4 Sekunde. Sie können auch noch weiter gehen, wenn das Licht so schwach ist, dass die Lichter nicht ausgewaschen werden. Drücken Sie anschließend auf den Auslöser und in weniger als einer Sekunde stehen Gebäude, Lichter und Zeichen still, während sich alles andere zu bewegen scheint. Bei Nachtaufnahmen ist das noch eindrucksvoller. Versuchen Sie, einen hohen Aussichtspunkt zu finden (z. B. ein Hotelfenster oder eine Brücke). Montieren Sie die Kamera auf einem Stativ (nochmals: ein absolutes Muss), aktivieren Sie die Blendenautomatik und wählen Sie eine Verschlusszeit von 30 Sekunden. Machen Sie dann die Aufnahme. 30 Sekunden später sehen Sie rote Linien, die wie Laserstrahlen aussehen, und weiße Linien, die ein eindrucksvolles Bild erzeugen.

Fotografieren Sie Info-Tafeln

Wollen Sie sich unnötiges Kopfzerbrechen ersparen? Machen Sie immer, wenn Sie unterwegs sind und Kathedralen oder andere wichtige und interessante Gebäude aufnehmen, auch ein Bild von den Info-Tafeln. So brauchen Sie später nicht lange nach dem Namen eines Gebäudes zu suchen. Mir hat das schon in mehreren Situationen geholfen. Vor allem, wenn Sie die Fotos verkaufen wollen, brauchen Sie die Zusatzinformationen (da reicht dann nicht der Zusatz „schöne Kirche in Köln“). Fotografieren Sie also auch die Hinweisschilder, Sie werden es sich später selbst danken!

Fotografieren Sie Info-Tafeln

Die goldene Regel der Landschaftsfotografie

Es gibt eine goldene Regel der Landschaftsfotografie. Und ob Sie es glauben oder nicht: Wenn Sie diese Regel nicht hundertprozentig einhalten, sehen Ihre Fotos nie professionell aus. Als Landschaftsfotograf bleiben Ihnen nur zwei Tageszeiten zum Fotografieren: 1) Die Morgendämmerung. Vor dem Sonnenaufgang haben Sie 15 bis 30 Minuten, anschließend bleiben Ihnen 30 weitere Minuten bis eine Stunde Zeit (je nachdem, wie intensiv das Licht wird). Die einzige Alternative, die Ihnen bleibt, ist: 2) Die Abenddämmerung. Auch hier bleiben Ihnen 15 bis 30 Minuten vor dem Sonnenuntergang und bis zu 30 Minuten danach. Warum nur diese Tageszeiten? Weil das die Regel ist. Okay, es steckt noch mehr dahinter. Das sind die einzigen Tageszeiten, an denen es weiches, warmes Sonnenlicht und weiche Schatten gibt, die für die professionelle Landschaftsfotografie wichtig sind. Wie ernst muss man diese Regel nehmen? Ich vergesse wohl nie den Tag, als ich eine Frage- Antwort-Stunde für Profifotografen abhielt. Der zweite Referent war kein geringerer als der legendäre National Geographic Fotograf Joe McNally. Ein Mann aus der Menge fragte: „Kann man wirklich nur bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang fotografieren?“ Joe nahm ganz langsam sein Stativ und zog dem Mann eins drüber. Okay, das war jetzt ein bisschen übertrieben, aber das, was er sagte, prägte sich in mein Gedächtnis ein. Er erzählte, dass die heutigen Fotoredakteure so streng auf diese Regel achten, dass sie sich andere Fotos erst gar nicht ansehen. Auch wenn man ihnen sagt „Schau, das Foto wurde zwar nicht zur magischen Zeit aufgenommen, sieht aber trotzdem ganz gut aus“, würdigen sie es keines Blickes. Profifotografen nehmen ihre Bilder nur zu diesen Tageszeiten auf. Falls Sie Profiergebnisse wünschen, müssen auch Sie sich daran halten.

Wohin mit der Horizontlinie?

Wenn die Frage aufkommt: „Wo soll ich am besten den Horizont platzieren?“, ist die Antwort eigentlich ganz einfach. Vermeiden Sie den Amateurfehler und legen Sie ihn nicht genau in die Bildmitte – Ihre Landschaftsfotos sehen sonst immer aus wie Schnappschüsse. überlegen Sie sich stattdessen, was Sie im Bild betonen möchten – den Himmel oder die Erde. Sieht der Himmel absolut umwerfend aus, platzieren Sie den Horizont in das untere Drittel des Bildes (dadurch betonen Sie den Himmel stärker). Falls der Boden interessant aussieht, machen Sie ihn zum Star des Bildes und platzieren Sie den Horizont in das obere Drittel des Fotos. Dabei wird der Boden betont und – das ist das Entscheidende – bei beiden Methoden befindet sich der Horizont nicht genau in der Bildmitte, Ihre Bilder erhalten mehr Tiefe und sehen interessanter aus.

Großartige Bildkompositionen

Das nächste Mal, wenn Sie ein tolles Reisemagazin aufschlagen und eindrucksvolle Landschaftsfotos sehen oder sich Werke der Großmeister der digitalen Landschaftsfotografie ansehen, sollten Sie sich einen Moment Zeit nehmen und die Bilder etwas genauer studieren. Sie werden herausfinden, dass die Landschaftsbilder drei Dinge gemeinsam haben: (1) Einen Vordergrund. Bei einem Sonnenuntergang beginnt die Aufnahme nicht im Wasser – sie beginnt am Strand. Der Strand ist der Vordergrund.

Großartige Bildkompositionen

(2) Es gibt eine Mitte. Bei einem Sonnenuntergang wäre das das Meer, das die Sonne reflektiert oder manchmal auch die Sonne selbst. (3) Einen Hintergrund. Bei einem Sonnenuntergang wären das die Wolken und der Himmel. Alle drei Elemente sind vorhanden – und Sie benötigen auch alle drei, um ein wirklich attraktives Landschaftsfoto zu erstellen. Wenn Sie das nächste Mal fotografieren, fragen Sie sich selbst „Wo ist mein Vordergrund?“ Denken Sie an alle drei Bereiche für eine schöne Tiefe.

Motive die zu Tode fotografiert wurden

Angenommen, Sie stehen vor dem Eiffelturm, dem Brandenburger Tor oder der Golden Gate Bridge – also einer Touristenattraktion, die bereits zu Tode fotografiert wurde. Sie wissen, dass Sie die Aufnahme machen müssen – wenn Sie von Ihrer Paris-Reise ohne ein Bild vom Eiffelturm zurückkommen, werden Ihre Freunde sicherlich nicht begeistert sein – aber auch, dass das Motiv schon hunderttausend Mal fotografiert wurde. Es gibt auch schon unzählige Postkarten mit diesem Motiv. Wie können Sie es in einem anderen Licht darstellen? Am naheliegendsten wäre ein anderer Blickwinkel. Aber ich wüsste beim Eiffelturm keinen Blickwinkel, der nicht schon verwendet wurde. Was tun Sie also, wenn es diesen Blickwinkel nicht gibt? Versuchen Sie es damit: Nehmen Sie das Motiv bei einem Wetter auf, bei dem man es normalerweise nicht sieht. Ja, richtig, fotografieren Sie es, wenn niemand anderes ein Foto machen würde. Fotografieren Sie es bei Sturm, wenn es schneebedeckt ist oder es regnet. Da sich das Motiv an sich nicht ändert, müssen Sie eben auf eine sich ändernde Umgebung warten, um ein Foto zu erstellen, das man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Hier ist noch ein Vorschlag: Versuchen Sie, das Motiv von einem nicht so leicht zugänglichen Ort aus zu fotografieren. Suchen Sie sich also einen Aussichtspunkt, den die meisten anderen nicht in Betracht ziehen würden. Na los, einen Versuch ist es wert.