Madagaskar von Antananarivo nach Toliara. Maximilian Weinzierl reiste auf die geheimnisvolle Insel, die östlich von Afrika im Indischen Ozean liegt. Die viertgrößte Insel der Erde ist ein tropisches Naturparadies mit atemberaubenden Landschaften, einer freundlichen Bevölkerung und einer ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt, die meist endemisch ist, also sonst nirgendwo auf der Erde ein zweites Mal vorkommt. Die Vielfalt an Motiven in Trockenzonen, subtropischen Regionen und Mangrovenwäldern, an Palmenstränden, in den Städten und urtümlichen Dörfern ist überwältigend.

Madagaskar

Madagaskar – schon der Name der „Roten Insel“ klingt geheimnisvoll und exotisch. Der Feinschmecker denkt an die Königin der Gewürze, die Bourbonvanille, an hochwertigen Kakao und an edle Robusta- und Arabica-Kaffees. Der Zoologe schwärmt von der tierischen Vielfalt der Insel, die eine der höchsten Artenreichtümer der Erde aufweist und eine einzigartige, nur hier auf der Insel vorkommende Tierwelt beheimatet: die bekannten Lemuren, diverse Froscharten, Vögel, Chamäleons, Geckos, Schlangen und vieles mehr. Den Botaniker verzücken die fast tausend Orchideenarten und die eigentümlichen Bäume, etwa die „Palme der Reisenden“ oder die Baobabs, die ein Methusalemalter erreichen. Den Soziologen und Psychologen interessieren die Fady (Tabus und Verbote, die traditionell das Miteinander regeln) und Ahnenkulte, wie die rituelle Umbettung der Toten bzw. der sterblichen überreste bei sogenannten Totenwendungsfesten. Der Erholungssuchende hingegen findet perfekte Sandstrände vor, z.B. an der Nordwestküste auf Nosy Be, Madagaskars Touristenort mit allen gewohnten Annehmlichkeiten.

Reisefotografie Madagaskar

Die abwechslungsreiche Landschaft ist überall auf der Insel höchst beeindruckend. Dem Fotografen bietet sich eine unbeschreibliche Motivvielfalt. Und schon bald wird ihm klar, dass das Fotothema „Madagaskar“ niemals bei einem einzigen Besuch abzuarbeiten ist. Für den vom Madagaskar-Fieber Infizierten ist die Rückkehr bereits vorprogrammiert. Ausgangspunkt für alle Inselexkursionen ist Antananarivo, Hauptstadt mit internationalem Flughafen und geographischer Mittelpunkt der Insel.

In einem komfortablen Mitsubishi-Van, mit eigenem Fahrer und einem Tour-Guide, gehts zunächst Richtung Osten ins Naturreservat Perinet zum Urwaldcamp. Hier im dichten Urwald bekomme ich zum ersten Mal Lemuren zu Gesicht, hoch oben in dunklen Baumregionen (meist sieht man nur das Hinterteil). Mir wird klar, Lemurenporträts werden eine Herausforderung darstellen! Am Boden bietet sich eine großartige M akrowelt: Riesenspinnen, Geckos, Chamäleons, Käfer, Frösche und vieles mehr.

Eine Bootsfahrt auf dem Canal de Pangalanes offenbart eine wunderbare Dschungelwasserlandschaft. Im Lemurenreservat Akaninny Nofy habe ich einen Balkon direkt in den Dschungel und erlebe am frühen Morgen eine vorbeiziehende Lemurenfamilie ganz hautnah. Dann gehts zurück über Antananarivo auf der Hauptstraße in Richtung Norden, durchs Hochland über Antsirabé in den Nationalpark Ranomafana. Hier begegnen wir Katas und sehen Reisfeldterrassen. Von Antanifotsy aus beginnt die Besteigung des Andringitra-Massivs mit einem Zeltlager in der Wildnis. Dann gehts Richtung Westen an den Indischen Ozean nach Toliara. In den Restaurants am Meer genießen wir frische Meeresfrüchte und geräucherten Thunfisch. Ein Inlandsflug bringt uns nach Morondava ins Reservat Kirindry: Baobab- Land mit der berühmten Baobab-Allee. Abschließend noch ein paar Tage auf Nosy Be, an den weißen Sandstränden des Indischen Ozeans – prachtvolle Sonnenaufgänge, Marktszenen, Fischerboote. Drei Wochen reichen niemals aus, um Madagaskar in all seinen Dimensionen kennenzulernen. Ich komme wieder! m/w